Eine kleine Würfelkunde

Man hat mich völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass wenn ich meine Seite schon vollmundig Welt der Würfel nenne, ich doch auch bitte mal etwas über Würfel an sich schreiben möge. Dieses Versäumnis möchte ich hiermit nachholen.

Der Würfel ist ein geometrischer Körper, bestehend aus sechs gleichgroßen Quadraten und 12 gleichlangen Kanten. Andere Bezeichnungen sind gleichseitiges Hexaeder oder Kubus.
Wenn wir allerdings heute von einem Würfel sprechen, meinen wir normalerweise einen sechseitigen Spielewürfel. Im Regelfall ist jede der sechs Seiten mit einem Wert von 1 bis 6 gekennzeichnet. Diese Werte nennt man Augen.
Der Würfel dient als Zufallsgenerator bei Spielen und wird auf einer waagerechten Ebene gerollt bzw. geworfen. Die Augenzahl, die auf der oberen Fläche zu sehen ist, nachdem der Würfel liegengeblieben ist, stellt das Ergebnis des Wurfes dar. Bei einem „normalen“ sechsseitigen Würfel ist die Chance eine bestimmte Zahl zu werfen immer 1:6 oder umgerechnet etwa 16,6 Prozent.

Verschiedene Würfel

Würfel werden im Spiel in verschiedenen Funktionen eingesetzt: Beim Knobeln, das mit fünf W6 (sechsseitiger Würfel) gespielt wird, sind bestimmten Augenkombinationen bestimmte Werte zugeordnet. Beim Craps wird auf das Auftreten bestimmter Ergebnisse eines Wurfes gewettet. Bei Brettspielen wie Mensch ärgere dich nicht bewegt man seine Spielfiguren entsprechend der gewürfelten Augenzahl. Bei Rollenspielen schliesslich wird das Auftreten bestimmter Ereignisse ausgewürfelt. Dazu werden in aller Regel Würfel mit mehr als nur 6 Seiten benutzt. So ist der W20 bei Rollenspielen wie z.B. bei Das schwarze Auge ein unverzichtbares Hilfsmittel.

Sechseitige Würfel sind wie gesagt die verbreitetsten Würfel. Es gibt allerdings auch Spielwürfel die andere Formen und entsprechend mehr als nur 6 Seiten aufweisen:
Im Allgemeinen unterscheidet man bei den verschiedenen Würfelformen zwischen platonischen Körpern (symmetrisch), catalanischen und archimedischen Körpern (fast symmetrisch), Prismen, Walzen, Spindeln und „Kugeln“. Daneben gibt es auch noch weitere ungleichmässige Würfel die manchen Spielen Verwendung finden.
Ein dem Würfel recht ähnlicher Zufallsgenerator ist übrigens der Dreidel, ein vierseitiger Kreisel, der jüdischen Ursprungs ist und in ähnlicher Form auch bei uns verwendet wird (z.B. Nimmgib).

Wem das jetzt alles zu theoretisch war, der darf beruhigt sein. Ich werde auf die diversen Oberbegriffe nochmal in einzelnen Posts eingehen. Aber nicht mehr heute. :)

Abgelegt unter Würfel | 2 Kommentare

2 Kommentare zu “Eine kleine Würfelkunde”

  1. Steffenam 12. August 2009 um 23:55

    Hey,

    ich habe mal eine Frage, hast du auch gezinkten W20 wo die Chance hör ist eine 1 zu würfeln, wenn ja was für welche und wie teuer?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    MfG Steffen

  2. adminam 13. August 2009 um 09:40

    Hallo Steffen,

    ich persönlich habe keinen gezinkten W20. Ich würde Dir empfehlen ein wenig zu googlen und eventuell auch mal bei Ebay oder Amazon reinzuschauen.
    Ansonsten wird man auch manchmal in Shops fündig, die Materialien für Zaubertricks anbieten.
    Viel Glück bei Deiner Suche!

    Gruß,

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